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Kaufen ist out, Mieten ist in!

November 19, 2019

Kaufen ist out, Mieten ist in!

Alle reden über den Klimawandel. Was können wir als Konsumenten und Skifahrer dagegen tun? Kaufen ist out, Mieten ist in! SkiGala ist seit 3 ​​Saisonen Teil der „Sharing Economy“ und bietet qualitativ hochwertige Skibekleidung zum Mieten.

Die Journalistin Mirjam Marits von der Tageszeitung „Die Presse“ bringt in ihrem Artikel „Wien entdeckt das Leihboom“ einen Überblick über das Mietangebot in Wien und SkiGala stand dabei ganz oben auf ihrer Liste. 

Wien entdeckt das Leihboom

Kaufen? Leihen! In Wien gibt es mit der Bücherei der Dinge, der Fashion Library und anderen Angeboten so viele Leihläden wie noch nie.

VON M I R J A M  M A R I T S

Videokassetten und Bücher. Hätte man vor fünfzehn, zwanzig Jahren gefragt, welche Dinge man sich typischerweise ausleiht, wären den meisten wohl Filme aus der Videothek und Bücher aus der Bibliothek eingefallen.

Denn viel mehr gab es – abgesehen von Kostüm- und Frackverleih – damals nicht. Die Videotheken sind zwar bis auf einige wenige aus der Stadt verschwunden, die Büchereien gibt es erfreulicherweise nach wie vor – und Wien leiht heute mehr denn je. Neben den omnipräsenten E-Leih-Scootern, Citybikes oder Car-Sharing-Anbietern gibt es so viele Möglichkeiten wie noch nie, sich auch Alltagsgegenstände in diversen Leihläden auszuborgen. Teilen statt kaufen ist, wohl angefeuert durch Klimakrise und das wachsende Bewusstsein für einen nachhaltigeren Lebensstil, in Wien populär geworden.

Es gibt fast nichts, was man sich nicht ausborgen könnte: Bohrmaschinen, Bongo-Trommeln, Skateboards, Bluetooth-Lautsprecher, eine Zuckerwattemaschine für den Kindergeburtstag oder Skigewand.  

Skigewand? Vor drei Jahren hat die in Wien lebende Kanadierin Wendy Williams mit ihrem Start-up Skigala.at mit dem Verleih von hochwertiger Skikleidung für Kinder und Erwachsene begonnen. „Anfangs hatten viele Menschen Bedenken wie: Ist das Gewand sauber? Ist das hygienisch?“, erinnert sich Williams. „Davon ist heute keine Rede mehr. Das Angebot ist vollkommen angenommen worden.“ Die Nachfrage sei von Jahr zu Jahr gestiegen, „sharing“, teilen statt kaufen, sei jetzt überall so präsent, sagt Williams, und gerade bei Skigewand ergebe es für Menschen, die nicht mehrmals im Jahr auf Skiurlaub fahren, Sinn: Man schont nicht nur Ressourcen und Umwelt, man erspart sich auch zu Hause viel Platz und kann jedes Mal in einem anderen Outfit auf die Piste.

Ein nachhaltiges Leben führen und trotzdem nicht auf Abwechslung verzichten.

Und sogar mit Handgepäck an den Skiort reisen: Denn die meisten Kunden lassen sich das Skigewand von Skigala.at direkt ins Hotel liefern. (Die Ski borgen sie dann meist vor Ort aus.) „Die Menschen sehen das als Luxusservice: Sie müssen sich um nichts kümmern, denn auch die Reinigung übernehmen wir.“ Leihen habe auch nichts damit zu tun, dass sich die Kunden teures Skigewand nicht leisten können: „Wir liefern in jede Menge Vier- und Fünfsternhotels.“ Geliefert wird in wiederverwendbaren Boxen.

Dass für viele gerade bei Kleidung die Hemmschwelle, zu leihen statt zu kaufen, eine große ist (oder war), ist auch Karin Kuranda und Jessica Neumann bekannt. Die beiden haben vor zwei Jahren mit Endlos Fesch eine „Fashion Library“ gegründet, über die sich Frauen in allen Kleidergrößen Gewand – heimische Labels ebenso wie internationale Marken – für Bälle, Hochzeiten, Weihnachtsfeiern oder Business-Events ausborgen können. „Die ersten eineinhalb Jahre“, sagt Kuranda, „mussten wir sehr viel Überzeugungsarbeit leisten.“ Dank einiger Medienberichte und da das Nachhaltigkeitsthema sehr präsent ist („Jeder weiß, Fast Fashion ist schlecht für die Umwelt“), nehmen viele Frauen das Angebot, sich (für 28 Tage, verlängern ist möglich) Kleidung zu leihen, an. Interessanterweise, sagt Kuranda, weniger die ganz Jungen, die sonst das Sharing – etwa das Streamen von Musik längst im Alltag leben, sondern eher die etwas älteren von 30 bis 55 Jahren. Vielleicht, weil diese im Berufsleben mehr Bedarf an abwechslungsreicher Mode haben. Das sei auch die Grundidee gewesen: „Ein nachhaltiges Leben führen zu können und trotzdem beim Modekonsum nicht auf Abwechslung verzichten zu müssen.“ Ausgeliehen werden die Kleider bei monatlichen Pop-up-Events oder im Ladenkonzept im Neunten. Kundinnen können sich auch online ihr Wunsch-Kleidungsstück reservieren und im Ladenkonzept abholen.

Library of Things.

Gerade im heurigen Jahr ist das Angebot an Leihläden in Wien weiter gewachsen. Im Frühling haben die Büchereien der Stadt Wien mit „wien dings“ eine „Bücherei der Dinge“ eröffnet – und zwar am Standort der „normalen“ Bücherei am Schwendermarkt. Hier kann man also neben Bestsellern und Kinderbüchern mit der regulären Büchereikarte ohne weitere Kosten Lupen, Stative, Volleybälle oder Werkzeug ausborgen. Das Besondere: Die Dinge sind Spenden von den Wiener Magistratsabteilungen. So hat etwa die MA34 (Bau- und Gebäudemanagement) eine Bohrmaschine zur Verfügung gestellt.

Der Standort am Schwendermarkt habe sich angeboten, sagt Projektleiterin Magdalena Schneider, weil er sich in einem Grätzel befindet, in dem vielen Menschen das Thema Nachhaltigkeit wichtig sei. „wien dings“ habe sich bewährt, weitere „Büchereien der Dinge“ könnten folgen. International gibt es das „Library of Things“-Konzept schon länger: In Helsinki etwa hat jede zweite städtische Bücherei auch Gegenstände im Sortiment.

Beraten wurden die Büchereien Wien bei ihrem „wien dings“ übrigens von den Damen und Herren, die hinter Leila Wien stehen – der als einst erster Wiener Leihladen seit fünf Jahren diverse Gegenstände günstig anbietet. Das Team bemüht sich um „bestmögliches Service“, wie Co-Betreiberin Ina Hahn sagt. „Das Leihen soll nicht komplizierter sein als das Kaufen.“ Sie wünscht sich weitere Leihläden in anderen Bezirken, denn Leihen sei auch eine Grätzelsache: „Für eine Leiter kommt niemand aus dem 23. Bezirk zu uns nach Ottakring.“ Mehr als 200 Gegenstände (ab einem Euro/Tag) finden sich bei Leila, vom Beamer bis zur Pasta-Maschine. Die meisten Dinge sind Spenden, „es gibt unglaublich viele Sachen im Umlauf in sehr guter Qualität. Die meisten stehen sonst nur unbenutzt herum. Das ist total schade“.

Nebeneffekt: Die Leute lernen einander kennen und vernetzen sich.

Und sonst? Seit vielen Jahren verleiht das Sportamt Skiausrüstungen an Kinder und Jugendliche. Die Spielebox in der Josefstadt hat Hunderte Brettspiele im Angebot. Ganz neu ist der Toolteiler der Plattform ImGrätzl.at: Hier können kleine Unternehmen Geräte wie Musikanlagen oder Siebdruckpressen zum Verleih anbieten und ausborgen. Preis und Dauer machen sich Mieter und Vermieter aus – ImGrätzl steuert eine Versicherung bei und bekommt 6,5 Prozent der Verleihgebühr. Neben der Nutzung von Geräten zu einem Bruchteil der Anschaffungskosten, sagt Gründerin Mirjam Mieschendahl, habe das „Tool teilen“ einen weiteren Nebeneffekt: „Die Leuten lernen einander dabei kennen und vernetzen sich.“

SkiGala - Always ready for snow!

 

Mieten Statt Kaufen in Wien

wien dings: „Bücherei der Dinge“ in der Bücherei Schwendermarkt. Web: buechereien.wien.gv.at

SkiGala: Wiener Skigewand-Verleih für Kinder und Erwachsene, auf Wunsch wird ins Hotel geliefert. www.skigala.at

Leila Wien: Der Leihladen-Pionier in Ottakring hat zig Gegenstände von Akkuschrauber bis Isomatte. www.leila.wien

Endlos Fesch – die Fashion Library: Hochwertige Markenmode für Frauen. www.endlosfesch.at

Toolteiler: Neue Sharing-Plattform von ImGrätzl.at. www.imgrätzl.at

WienXtra Spielebox: Hunderte Brettspiele im Achten: www.wienxtra.at/ spielebox

 

 

 




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